Westho
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Stöberhunde

Der Stöberhund soll selbständig - also vom Führer gelöst - in dichter Deckung (Haar-) Wild suchen, finden und spur-/fährtenlaut dem oder den draußen vorpassenden Jäger zutreiben. Der Spur-/Fährtelaut ist deshalb so wichtig, weil bei einem laut jagenden Hund das Wild nicht in Panik gerät und kopflos flüchtet, sondern diesen akustisch orten und seine Flucht überlegt und kontrolliert "planen" kann. Vor dem lauten und langsam auf der Fährte jagenden Hund wird auch kaum je das Kalb von seinem Alttier und die Bache von ihren Frischlingen getrennt. Waidgerechtes und damit tierschutzgerechtes Jagen ist nur mit laut jagenden Hunden möglich - der Einsatz stumm jagender Hunde bringt als Ergebnis oft genug tierschutzrelevante Tatbestände.

Quelle (Text und Bild): Bernd Krewer: Jagdhunde in Deutschland, Melsungen: Neumann-Neudamm Verlag, 2015 - mit freundlicher Genehmigung des Verlages

Deutscher Wachtelhund

Der Deutsche Wachtelhund ist als Rasse sehr alt und entspricht völlig dem "Deutschen Stöberhund", den Flämming schon zu Beginn des 18. Jahrhunderts genau so beschrieben hat. Ob es diese Rasse allerdings ohne den zur Legende gewordenen "Wachtelvater" Rudolf Frieß (RF) heute noch gäbe, darf bezweifelt werden. Es hat als Impulsgeber und Zuchtberater von 1908 bis 1964 dem im Jahre 1903 gegeründeten "Verein für Deutsche Wachtelhunde" mit großer Hingabe gedient und mit seinem großen kynologischen Fachwissen und seiner schriftstellerischen Tätigkeit den Wachtelhund deutschlandweit bekannt gemacht.

Der Wachtel ist der vielseitige Hund des Waldjägers, der unter bewusstem Verzicht auf das Vorstehen gezüchtet wurde und wird. Seine besonderen Stärken liegen im lockeren Spurlaut, ausgeprägtem Spurwillen, feinster Nase, Härte, Bring- und Wasserfreude.

Die Zucht des Deutschen Wachtelhundes liegt in den Händen des Vereins für Deutsche Wachtelhunde.

FCI-Standard als pdf vom 12.03.1999

Quelle (Text und Bild): Bernd Krewer: Jagdhunde in Deutschland, Melsungen: Neumann-Neudamm Verlag, 2015 - mit freundlicher Genehmigung des Verlages

Cockerspaniel

Der Cockerspaniel ist eine alte englische Rasse und eigentlich ein Buschierhund, was heißt, dass er nicht weiträumig stöbert, sondern mehr unter der Flinte suchen soll. Wenn man annehmen kann, dass der Deutsche Wachtel und der Deutsch-Langhaar gemeinsame Wurzeln haben, so darf man dies bei den Spaniels und den Settern ebenfalls vermuten. Die Spaniels sind die idealen Buschierhunde für die Fasanenjagd im deckungsreichen, kupierten Gelände. Entsprechend abgeführt apportieren sie auch den erlegten Fasan und auch die Ente aus dem Wasser.

Der Cockerspaniel ist sehr in der Form - = Schönheitszucht abgedriftet und der Jäger muss schon ein wenig suchen, will er einen Cocker aus einer jagdlichen Linie bekommen.

Die Zucht des Cockerspaniels liegt innerhalb des JGHV in den Händen zweier Zuchtvereine: der Jagdspaniel-Klub, der neben der dominierenden Formzuicht auch eine jagdliche Sparte hat, und der Verein Jagdgebrauchsspaniel, der sich ausschließlich der jagdlichen Zucht verschrieben hat.

FCI-Standard als pdf vom 23.11.2012

Quelle (Text und Bild): Bernd Krewer: Jagdhunde in Deutschland, Melsungen: Neumann-Neudamm Verlag, 2015 - mit freundlicher Genehmigung des Verlages

Springerspaniel

Der Springerspaniel hat etwas Wachtelhund-Größe und kann daher bis zum Hasen und auch Fuchs alles Niederwild leicht apportieren. Er ist in seinen jagdlichen Einsatzspektrum mit dem Cockerspaniel identisch.

Ist es gelungen, im Cockerspaniel den für unsere deutschen Jagdverhältnisse unverzichtbaren Spurlaut genetisch doch einigermaßen fest zu verankern, so ist dies beim "Springer" noch nicht gelungen. Zwar gibt es laut jagende Springerspaniels, aber die Mehrzahl jagt leider stumm.

Betreut wird der Springerspaniel von den selben Zuchtvereinen wie der Cockerspaniel.

FCI-Standard als pdf vom 03.02.2012

Quelle (Text und Bild): Bernd Krewer: Jagdhunde in Deutschland, Melsungen: Neumann-Neudamm Verlag, 2015 - mit freundlicher Genehmigung des Verlages