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Schweisshunde

Die Schweißhunde sind reine Brackenabkömmlinge und seit langer Zeit unter bewusstem und gewolltem Verzicht auf jagdliche Vielseitigkeit nur auf die Eigenschaften gezüchtet, die einen guten und verlässlichen Nachsuchenhund ausmachen: feine Nase, Finderwille, Hetzpassion und Lautfreudigkeit, gepaart mit wohldosierter Wildschärfe. Dass die beiden Schweißhunderassen auch noch ausgesprochen "schön" sind, könnte ihnen zum Verhängnis werden. Viele Jäger, die weder die Kondition noch die Zeit und die Lust haben, hinter einer kranken Sau durch den Schwarzdorn zu kriechen, wollen dennoch einen Schweißhund - sozusagen als "Statussymbol" eines hirschgerechten Jägers. Von den etablierten Vereinen bekommen solche Jäger in aller Regel keine Hunde, wohl aber von den Züchtern in Dissidenzvereinen, die weniger die Weiterentwicklung der Rasse(n) als die Verbesserung ihre eigenen Finanzsituation im Auge haben.

Wer keinen Schweißhund gerecht führen kann oder will, der wäre mit einem "vielseitigen" Jagdhund einer anderen Rasse sicher besser bedient, den er auch noch anderweitig sinnvoll einsetzen kann.

Quelle (Text und Bild): Bernd Krewer: Jagdhunde in Deutschland, Melsungen: Neumann-Neudamm Verlag, 2015 - mit freundlicher Genehmigung des Verlages

Hannoverscher Schweisshund

Der Hannoversche Schweißhund wird in Deutschland seit 1894 vom Verein Hirschmann e.V. auf der Basis eines Zuchtbuches gezüchtet. Auch in Österreich und Ungarn - also im gesamten Bereich deutschsprachiger Jagdkultur - gründeten sich alsbald Zuchtvereine für diese Rasse.

Der Hannoversche Schweißhund ist ein direkte Nachfahre des legendären Leithundes, der bereits zur Zeit Karl des Großen, also um das Jahr 800 n. Ch. existierte. Auch im Nibelungenlied wird die Arbeit mit dem Leithund erwähnt. Um das Jahr 1800 kreuzte man am Jägerhof zu Hannover die (mittlerweile leider ausgestorbene) Rote Hannoversche Haidbracke in den schweren, hetzunlustig gewordenen Leithund ein und schuf so den Hannoverschen Schweißhund, wie wir ihn heute kennen. So jedenfalls haben es uns die großen Kynologen der damaligen Zeit überliefert.

Der Hannoversche Schweißhund und sein naher Verwandter, der Bayerische Gebirgsschweißhund sind die Spezialisten auf der alten, kaum noch schweißenden Wundfährte kranken Schalenwildes schlechthin. Seriös gezüchtet, gerecht abgeführt und im nahezu täglichen Nachsucheneinsatz geübt und erprobt sind die Nachsuchenleistungen der Schweißhunde von anderen Rassen kaum zu erreichen.

Man sollte mit der Bezeichnung "Schweißhund" auch weniger inflationär umgehen und den beiden klassischen Schweißhunderassen ihre Authentizität lassen. Ein Teckel oder ein Deutsch-Drahthaar, der bei Nachsuchen eingesetzt wird, sollte deswegen nicht gleich zum "Schweißhund" werden.

Einziger vom Jagdgebrauchshundverband e.V. (JGHV) und vom Verband für das Deutsche Hundewesen e.V. (VDH) anerkannter Zuchtverein für Hannoversche Schweißhunde ist der Verein Hirschmann.

FCI-Standard als pdf vom 26.05.2015

Quelle (Text und Bild): Bernd Krewer: Jagdhunde in Deutschland, Melsungen: Neumann-Neudamm Verlag, 2015 - mit freundlicher Genehmigung des Verlages

Bayerischer Gebirgsschweisshund

Der Bayerische Gebirgsschweißhund verdankt seine Entstehung der Feststellung, dass sich der relativ schwere Hannoversche Schweißhund bei der Arbeit im Hochgebirge und hier vor allem bei der Hetze kranker Gams als nur eingeschränkt einsetzbar erwies. Er war eben doch sehr gefährdet und wurde allzu leicht vom Gams gehakelt.

Man hatte aber auch in den Bergen vor allem die Riemenarbeit der "Hannoverschen" schätzen gelernt und so kreuzte man raote Tiroler Bracken und möglicherweise auch Brandlbracken in den Hannoverschen Schweißhund ein. Es entstand so ein leichter, wendiger und sprungstarker Schweißhund, der längst das Hochgebirge verlassen hat und mit dem in allen Ebenen und Mittelgebirgen Deutschlands kranke Sauen, Rotwild, ja alle Schalenwildarten nachgesucht werden.

Für die Zucht des Bayerischen Gebirgsschweißhundes ist in Deutschland der Klub für Bayerische Gebirgsschweißhunde in JGHV und VDH alleine zuständig (analg dem Verein Hirschmann).

Sowohl der Verein Hirschmann als auch der Klub für Bayerische Gebirgsschweißhunde sind federführend für ihre Rassen Mitglieder im Internationalen Schweißhundeverband e.V. dem zahlreiche europäische Länder angehören.

FCI-Standard als pdf vom 01.04.1992

Quelle (Text und Bild): Bernd Krewer: Jagdhunde in Deutschland, Melsungen: Neumann-Neudamm Verlag, 2015 - mit freundlicher Genehmigung des Verlages