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Nordische Hunde

Die Laiki kamen durch russische jagende Besatzungsoffiziere in die damalige DDR und nach der Wende beim Zusammenschluss des JGHV (West) und dem Jagdhundeverband (Ost) als anerkannte Jagdhunderasse in den JGHV.

Ihr heutoges jagdliches Haupteinsatzgebiet sind die in Mode gekommenen Bewegungsjagden, bevorzugt mit der Zielwildart "Schwarzwild". Da sie aber überwiegend stumm jagen (und allenfalls Standlaut geben) - und dazu noch häufig sehr wildscharf sind -, entspricht ihr Einsatz nicht unseren Vorstellungen von waidgerechtem Jagen. Dies trifft vor allem dann zu, wenn Laiki in Meuteformation als Stöberhunde eingesetzt werden. Verhältnismäßig oft wird dabei Wild, das diese Hunde ja nicht akustisch orten kann, überrascht, gepackt und - je nach Stärke - auch gerissen.

Der Einsatz dieser Hunde tangiert das Hetzjagdverbot, das bei uns in Deutschland schon mehr als ein halben Jahrhundert gilt. Die Wildarten, die in den Ländern der ehemaligen GUS (wo sie ja ihre Heimat haben) jagen konnten - vom Tiger bis zum Marder -, können wir ihnen in Deutschland kaum noch bieten.

Es gibt einige wenige sichtlaut jagende Laiki. Wenn es den Laiki-Züchtern gelänge, diesen Laut in Richtung Fährtenlaut zu verbessern und genetisch zu manifestieren, dann wäre auch gegen den Einsatz dieser "Nordischen Hunde" bei Bewegungsjagden nichts mehr einzuwenden, wenn man gleichzeitig die bisweilen zu ausgeprägte Wildschärfe etwas herunterfahren könnte.

Nichts einzuwenden ist gegen den Einsatz von Laiki bei der Wasserjagd, ja überhaupt überall dort, wo es nicht zu Hetzjagd-Szenen kommen kann.

Der Laika-Club e.V. betreut vier Rassen:

Russisch-Europäischer Laika
West-Sibirischer Laika
Ost-Sibirischer Laika
Karelo-Finnische Laika

Quelle (Text und Bild): Bernd Krewer: Jagdhunde in Deutschland, Melsungen: Neumann-Neudamm Verlag, 2015 - mit freundlicher Genehmigung des Verlages