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Englische Vorstehhunde

Wurden die Deutschen Vorstehhundrassen schwerpunktmäßig für die Arbeit nach dem Schuss gezüchtet, so waren und sind die Englischen Vorstehhunde die Spezialisten für die Arbeit vor dem Schuss.

Suchenstil und Vorstehmanieren sind etwas für jagdkynologische Ästheten. Wer je das Glück hatte, hinter Pointern und Settern im gut besetzten Niederwildrevier auf Hühner zu jagen, der wird mir ganz gewiss zustimmen.

Pointer und Setter suchen das Wild mit hoher Nase gegen den Wind! Insofern sind sie für die Nachsuchenarbeit nur sehr bedingt geeignet. Die Nase herunter zu nehmen und der Fährtenwitterung am Boden zu folgen liegt ihnen einfach nicht. Das können ihre deutschen Verwandten sicher besser.

Und für das Apportieren des erlegten Flugwildes haben die dortigen Jäger sowieso ihre Retriever.

Die Englischen Vorstehhunde jagen nahezu ausnahmslos stumm. Wozu braucht denn auch ein Pointer oder Setter im freien Feld bei der Hühnersuche den Laut? Das ist aber unter deutschen Jagdverhältnissen ein Manko, zumal wenn man seinen Pointer oder Setter über sein ursprüngliches Aufgabengebiet - Suche und Vorstehen - hinaus jagdlich einsetzen möchte.

Lassen wir die "Engländer" in ihrem ursprünglichen Einsatzgebiet brillieren, da sind sie nicht zu schlagen. Wir sollten aber nicht versuchen, sie in Aufgabenbereiche zu drängen, für die wir besser geeignete Jagdhunderassen haben.

Quelle (Text und Bild): Bernd Krewer: Jagdhunde in Deutschland, Melsungen: Neumann-Neudamm Verlag, 2015 - mit freundlicher Genehmigung des Verlages

Pointer

Der Pointer ist die Urform des Vorstehhundes schlechthin und letztendlich in allen anderen kontinentalen Vorstehhunderassen in mehr oder weniger großen genetischen Anteil enthalten.

Der Pointer stammt wohl ursprünglich aus Spanien und war ein massiger, eher doggenähnlicher Hund. Er entsprach keineswegs den ästhetischen Vorstellungen der englischen Jäger. So kreuzte man andere Rassen ein - überwiegend wohl den Foxhound, von dem er auch seine Farbenvielfalt ererbt hat. Interessant ist dabei, dass der Foxhound "vergessen hat", dem Pointer seinen genetisch fixierten Spurlaut mitzugeben.

In allen kontinentalen - zumindest aber den deutschen - Vorstehhunderassen ist der Pointer präsent. Manchem Deutsch-Kurzhaar sieht man noch heute in Txterieur und Vorstehbildern seinen Vorfahren Pointer an. Und über die Einkreuzung einer schwarzen Pointerhündinm in den Deutsch-Kurzhaar entstanden die Kurzhaar-Schwarzschimmel (die hießen früher einmal "Preußisch-Kurzhaar") auch die Schwarzschimmel-Deutsch-Drahthaar.

Betreut wird der Pointer bei uns vom Pointer-Club Deutschland und vom Verein für Pointer und Setter.

FCI-Standard als pdf vom 27.01.2010

Quelle (Text und Bild): Bernd Krewer: Jagdhunde in Deutschland, Melsungen: Neumann-Neudamm Verlag, 2015 - mit freundlicher Genehmigung des Verlages

Setter

Die Setter stammen wohl unstreitig vom Pointer und verschiedenen Vorgänger-Rassen der heutigen Spaniels ab. Wie groß dieser Spanielblut-Anteil war, darüber kann man nur spekulieren - denn Langhaar kann sich auch sprunghaft direkt aus Kurzhaar entwickeln, wie wir ja auch heute beim Weimaraner heute noch erleben können.

Allen Setterrassen sagt man eine größere jagdliche Vielseitigkeit nach als dem Pointer, besonders dem Gordon-Setter.

Man mag es bedauern, aber die Setter sind allesamt ausnehmend schöne Hunde. So kam es, wie es kommen musste: die Form- (=Schönheits-) Züchter nahmen sich ihrer an und so werden mehrheitlich die Setter nicht mehr nach ihrer nachgewiesenen, rassetypischen jagdlichen Qualitäten gezüchtet, sondern auf Intensität der Fahnen, eleganten Gang und seidiges Haar.

Man muss schon ein wenig suchen, will man für sein gutes Feldrevier einen Setter aus konsequenter jagdlicher Anlagen- und Leistungszucht haben. Aber es gibt die noch, die jagdlichen Züchter und Zwinger.

Quelle (Text und Bild): Bernd Krewer: Jagdhunde in Deutschland, Melsungen: Neumann-Neudamm Verlag, 2015 - mit freundlicher Genehmigung des Verlages

English-Setter

Er ist der kleinste in der Setterfamilie. Ihm wird eine gewisse Sturheit nachgesagt und das er nicht leicht zu führen sei. Aber das ist wohl zuerst eine Frage der Prägung auf seinen Führer und der konsequenten jagdlichen Einarbeitung und Abrichtung.

FCI-Standard als pdf vom 27.01.2010

Quelle (Text und Bild): Bernd Krewer: Jagdhunde in Deutschland, Melsungen: Neumann-Neudamm Verlag, 2015 - mit freundlicher Genehmigung des Verlages

Irish-Setter

Den roten Irish-Setter hat es besonders erwischt! Er ist aber auch ein ausnehmend schöner Hund mit mahagonifarbenem seidigen Haar. Auch er ist recht stur, wird ihm nachgesagt - und sein Nervenkostüm sei nicht das beste. Ich bin mir aber sicher, dass die letzte Feststellung beziehungsweise Vermutung sich nicht auf die Vertreter der verbliebenen jagdlich ausgerichteten Zwinger bezieht, sondern auf die andere Zuchtrichtung, deren Ziele sich eben mehr oder weniger ausschließlich an den äußeren Schönheits-Merkmalen orientieren.

Die - so wir es überliefert - ältere Form des Irish-Setter ist der bei uns recht seltene rot-weiße Irish-Setter. Wer einen noch nicht durch Formzucht jagdlich verwässerten Irish-Setter sucht, sollte sich vielleicht bei den "Rot-Weißen" umsehen.

FCI-Standard (Irischer Roter Setter) als pdf vom 31.08.2001

FCI-Standard Irischer Rot-Weisser Setter) als pdf vom 15.06.2005

Quelle (Text und Bild): Bernd Krewer: Jagdhunde in Deutschland, Melsungen: Neumann-Neudamm Verlag, 2015 - mit freundlicher Genehmigung des Verlages

Gordon-Setter

Der Gordon-Setter ist der jagdlich vielseitigste Vertreter der Setterfamilie. Es ist ja ohnehin schon interessant, dass er die Farbe der jagenden Hunde hat, also schwarz mit kastanienrotem Brand. Er ist das langhaarige farbliche Pendant zur Brandlbracke.

Ihm werden neben seinen Qualitäten im Feld noch eine große Wasserpassion nachgesagt. Auch seine Wildschärfe und seine Wesenstabilität hebe sich deutlich nach oben von seinen anderen Setter-Vettern ab.

Züchterisch zu Hause ist der Gordon-Setter im Verein für Setter und Pointer und im Gordon-Setter-Club Deutschland.

FCI-Standard als pdf vom 02.06.2016

Quelle (Text und Bild): Bernd Krewer: Jagdhunde in Deutschland, Melsungen: Neumann-Neudamm Verlag, 2015 - mit freundlicher Genehmigung des Verlages